• Schueler

Wir glauben, dass es heut mehr denn je Menschen braucht, die Frieden schaffen. Aber wie kann man nun ein „Friedensmacher“ sein? Über dieses Thema könnte man ganze Seiten füllen und so möchten wir lediglich zwei Aspekte herausgreifen.

 

1. Friedensmacher entwaffnen die „Kriegsparteien“

Zum Glück müssen wir uns in unserem Land meist nicht mit „echten“ Waffen auseinandersetzen. Aber auch Worte können Waffen sein. „Friedensmacher“ setzen sich für offene Aussprachen zwischen Konfliktparteien ein, damit nicht übereinander,sondern miteinandergesprochen wird. So werden die Konfliktparteien entwaffnet und die Atmosphäre entgiftet.

 

2. Friedensmacher verzichten manchmal auf ihr eigenes Recht

Wenn man eine Umfrage machen würde, wie oft Menschenin den letzten drei Streitgesprächengefühlt „Recht“ hatten, so glaube ich, dass die Antwort häufig lauten würde: Dreimal! Allein diese Tatsache macht nachdenklich. Selbst wenn man wirklich Recht hat, kann es manchmal nötig sein, auf sein Recht zu verzichten,um Frieden zu schaffen, so wie Jesus es getan hat. Er hat alle Rechte aufgegeben und ist für uns am Kreuz gestorben. Dies bedeutet nicht, dass man alle Ungerechtigkeiten ertragen muss. Allerdings bewirkt die innere Einstellung, sein eigenes Recht nicht um jeden Preis erstreiten zu wollen, eine unglaubliche Veränderung.

Eine kleine Geschichte macht dies sehr gut deutlich und sie zeigt auch, dass man nicht der „Verlierer“ ist, wenn man auf sein Recht verzichtet:

 

caravan g0bf7f20ee 640

Bildquelle: https://pixabay.com/de/users/mohamed_hassan-5229782/

 

Ein Scheich war nicht besonders reich, dennoch hatte er 17 Kamele. Als er starb, verfügte er in seinemTestament, dass sein ältester Sohn die Hälfte, sein zweiter Sohn ein 1/3 und sein jüngster Sohn 1/9 seines Besitzes erben sollte. Die Drei trafen sich also, um den Besitz nach den Vorstellungen des Vaters aufzuteilen. Der Älteste sollte also 8,5, der Zweite 5,66 und der Kleinste 1,88 Kamele erhalten. Da sich dies nun schwierig bewerkstelligen ließ, schlug der Älteste vor, dass er als Ältester 9 Kamele erhält, da ersicherlich das größte Anrecht auf den Besitz des Vaters habe.

Seine beiden Brüder empörten sich und es war klar, dass es nun Krieg geben würde. Nun gab es in dieser Gegend einen weisen Mann. Dieser bot den Streitparteien an, zwischen ihnen zu vermitteln, um einen Krieg zu verhindern. Die drei Brüder willigten ein und so trafen sich die Vier zu einem Gespräch. Zu diesem Gespräch kam der weise Mann mit seinem einzigen Kamel. Zunächst drückte er den Brüdern sein Beileid zum Verlust ihres Vaters aus. Dann sagte er, dass er ihnen sein Kamel schenken würde. „Und nun schauen wir mal, ob wir euer Problem lösen können“, sagte er. „Ihr habt ja nun 18 Kamele. Der Älteste soll die Hälfte erhalten, d.h. er bekommt 9 Kamele. Der zweite Sohn soll 1/3 erhalten, dies sind 6 Kamele und der jüngste Sohn soll 1/9 erhalten, dies sind 2 Kamele“, sagte er. Die Brüder waren unglaublich dankbar, dass das Problem gelöst und so ein Krieg vermieden werden konnte. So fragten sie den weisen Mann: „Was können wir nun für dich tun?“Der weise Mann antwortete: „Du hast doch 9 Kamele, du hast 6 Kamele und du hast 2 Kamele. Zusammen sind das 17 Kamele. Gebt mir doch das eine Kamel, welches übrig ist, als Beraterhonorar.“


Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.